Wahlprüfsteine von Fridays for future

Antworten der Liste ÖDP – BIKK  

Habt Ihr im Rat für den Klimanotstand gestimmt?

Definitiv

Seht Ihr den Klimawandel als die größte Herausforderung unserer Zeit? 

Definitiv

Wollt Ihr die Radinfrastruktur in Kempen ausbauen?

Definitiv

Wir wollen, dass Kempen Leuchtturmstadt im Fuß- und Radverkehr wird. Das vorgelegte Radkonzept ist für uns eine Enttäuschung, da wichtige Elemente, wie z.B. Vorfahrt für den Radverkehr, z.B. auf dem Bahnradweg fehlen. Hier könnt ihr auf www.oedp-bikk.de die genauen Defizite des vorgelegten Radkonzepts und unsere Verbesserungsvorschläge nachlesen. Wir haben auch ein Soforthilfepaket beantragt, das ohne Diskussion aller anderen Parteien zur Beantwortung an die Verwaltung verwiesen worden ist. Obwohl wir nur die mit einfachen Mitteln sofort mögliche Umsetzung einiger Punkte aus dem beschlossenen Radverkehrskonzept (z.B. Pop-up-Bikelanes) gefordert haben, ist dies von der Verwaltung abgelehnt worden.

Fördert Ihr den Ausbau von E-Mobilität? 

Eher ja.

Carsharing, Busse, selbstfahrende Fahrzeuge sind derzeit nur noch als e-Fahrzeuge denkbar. Wir sollten aber baldmöglichst auch Wasserstoff  einsetzen. Private Autos (egal ob E oder nicht) stehen 23 Stunden am Tag und benötigen viel versiegelte Fläche. Dies wird bald nicht mehr zeitgemäß sein. Hinzu kommt, dass E-Autos für weite Strecken größer und schwerer für den Mittransport der Akkus sein müssen und damit noch mehr Raum benötigen. Die E-Mobilität muss aber auch global unter den Gesichtspunkten Ab- und Raubbau der Rohstoffe für die Akkus und die negativen Folgen für die in den Abbauregionen in Afrika und Lateinamerika  lebenden Menschen gesehen werden. Auch die Entsorgung von gebrauchten Akkus ist nicht geklärt.

Wollt Ihr Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden nachrüsten? 

Definitiv

Hier sind wir schon seit Jahren immer wieder tätig. Wir treten grundsätzlich für Photovoltaik, bei Flachdächern in Verbindung mit Dachbegrünung, ein, eine ideale Kombination. Bisher  war unser Erfolg allerdings sehr beschränkt.

Unterstützt ihr die Nutzung von Holz für Gebäude? 

Definitiv. 

Holzbauweise statt klimaschädlichem Beton fordern wir schon seit Jahren.

Was wollt Ihr machen um Flächenversiegelung zu verhindern/zu reduzieren?

Definitiv.

Wir fordern einen Masterplan Verkehrsflächen. Hierbei soll untersucht werden, welche Flächen entsiegelt werden können oder anderer Nutzung, z.B. für einen Park oder für einen Schulneubau genutzt werden können. Straßen für PKW sollte in einer Stadt nicht breiter als 6 m sein. Einbahnstraßen können wesentlich schmaler sein. Parkplätze sollten wie in den Niederlanden reduziert werden. Ein neues Wohngebiet Kempen West soll nur die nötigsten Straßen bekommen. Ansonsten sollen für die Fußgänger natürliche Wege angelegt werden. Steingärten bekämpfen wir schon seit Jahren.

Fördert Ihr eine klimafreundliche Ernährung in Kantinen? 

Definitiv.

Haben Sie ein Konzept für (Klima-)Geflüchtete

Eher ja.

Wichtigster Gesichtspunkt: Ehrliche Angebote für gelingende Integration.

Der menschgemachte Klimawandel  ist  maßgeblich durch die Industrienationen verursacht worden.  Unser Hunger nach fossilen Energieträgern und Rohstoffen hat weltweite Auswirkungen auf Klima  und Umwelt. Steigenden Meeresspiegeln, Starkregen und Dürren sind  meist Menschen aus Entwicklungsländern ausgeliefert. Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen.

Haben Sie vor, die Linden an der Hülser Straße fällen zu lassen? 

Auf gar keinen Fall. 

Der Widerspruch gegen die Fällung der Linden ging von uns aus. Die Petition „Rettet die Lindenallee“ ist von uns ins Netz gestellt worden.

Haben Sie ein stadtweites Konzept zur Baumpflege, insbesondere für die nächsten Sommer? 

Definitiv.

Jeder Baum sollte erhalten und optimal gepflegt werden. Kempen kann noch jede Menge Bäume gebrauchen, insbesondere im Umfeld von Kindergärten und Schulen, aber auch im Industriegebiet. Bürger und Gewerbe sollten motiviert werden, sich für die Bäume im Umfeld verantwortlich zu fühlen. Eine riesige Gewerbefläche wie bei Amazon ohne einen einzigen Baum ist für uns nicht tragbar

Was hat für Ihre Partei in Kempen die größte Priorität für die kommende Legislaturperiode?

Die grundsätzliche Berücksichtigung von Natur, Umwelt und Klima muss zukünftig bei allen Entscheidungen/Entwicklungen in Kempen berücksichtigt werden und darf nicht gegen wirtschaftliche Interessen aufgewogen werden. Daraus leiten sich dann alle neuen Konzepte ab, ob es die Einführung eines Mobilitätskonzeptes, eines Radverkehrskonzeptes, von Photovoltaik und Gründächern ist. Dies betrifft ebenso die Förderung der E-Mobilität und das Bauen mit Holz, die Verringerung der Flächenversiegelung als auch die klimafreundliche Ernährung in den Mensen. Daraus ergibt sich auch die Unterstützung von (Klima-)Flüchtlingen. Der Erhalt bestehender Bäume (Lindenallee, Ludwig-Jahn-Sportplatz) gehört zu unseren Grundüberzeugungen genauso wie die Erarbeitung eines Baumpflegekonzeptes.

Was haltet Ihr für die verheerendste Auswirkung des Klimawandels für Kempen und was sind eure Lösungsansätze?

Die verheerendste Auswirkung des Klimwandels sind Hitze, Trockenheit und Unwetter. Um dem entgegenwirken zu können, müssen alle Entscheidungen und Entwicklungen grundsätzlich unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf Natur,  Umwelt und Klima getroffen werden. Die dafür notwendigen Lösungsansätze sind bereits unter der vorherigen Frage aufgezeigt worden. Organisatorisch gehört dazu die Stelle eines/r Natur/Klima/UmweltmangerIn mit gleicher hierarchischer Stellung und Vergütung wie der Wirtschaftsförderer.