Fuß- und Radkonzept Kempen, Vision 2025

unsere Vision wird sichtbar – Klimaschutz und gleichzeitig Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität.

Unserer Gründe, warum eine große Lösung notwendig ist.

Aktive Mobilität ist Gesundheitsvorsorge, macht den Kopf fit und hilft gut zu schlafen. Der große Gewinner ist der Mensch mit Körper, Seele, Herz und Gehirn.  Die Lebenserwartung und die Lebensqualität steigt. Nicht nur dies, auch die Leistungsfähigkeit und die Intelligenz steigen, besonders im mathematische Bereich. 

Um das Klima zu schützen, braucht es mehr aktive Mobilität.
Motorisierter Verkehr trägt wesentlich zur Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung bei. Es ist unsere Aufgabe, eine Infrastruktur zu bieten, die aktive Mobilität in der Stadt 100% fördert, damit jeder Weg gerne zu Fuß oder mit dem Rad absolviert wird. Es reicht nicht, Drängelgitter aufzuweiten, sondern es braucht Vorfahrt ohne Hindernisse.

Es braucht mehr Rücksicht für unseren Planeten auf dem wir leben.

Aktive Mobilität braucht viel weniger versiegelte Flächen. Für eine Fahrradstraße reicht ein 4m asphaltierte Weg, damit dieser in Notfällen (z.B. Frankenwagen, Müllabfuhr) befahren werden kann. Damit können viele Flächen entsiegelt werden und für Klimaschutzmaßnahmen (s. Schwammstadt) genutzt werden. Dies trägt zusätzlich zur Lebensqualität der Menschen bei. Dies ist eIne WIN-WIN-Situation.

Auch in Kempen sind wir noch weit entfernt von Vision Zero (Keine Verkehrstote und Unfallverletzte). 
Dagegen ist in der Vorzeigefahrradstadt Houten in den letzte 40 Jahren kein schwerer Unfall passiert. 
Schilder und Verbote sind nicht sinnvoll. Wir brauchen eine Infrastruktur, die ein fehlerverzeihend ist. Dabei braucht es die psychologischen Tricks aus den NL (Drempel, Gehwegüberfahrt, Roter Asphalt für Fahrradstraßen, Modalfilter, ….), damit Regeln eingehalten werden. 

Ruhe ist Lebensqualität. Laut Umweltbundesamt wird Verkehrslärm als stärkste Beeinträchtigung der Lebensqualität angegeben.  Lärm dagegen macht krank. Beispielsweise muskuläre Verspannungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder eine Minderung der Infektabwehr werden Lärmbelastungen zugeschrieben. Dauerschall kann zudem zu Gereiztheit, Nervosität und Erschöpfung führen und im Arbeitsalltag Leistungsminderung, erhöhte Fehlerhäufigkeit und geringere Problemlösefähigkeit nach sich ziehen (vgl. Lärm macht krank – hörkomm.de – Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt (hoerkomm.de)).

Auf der Berliner Allee ist die höchste Anzahl an Verkehren, obwohl dies eine Wohnstraße ist und mehrere besonders zu schützende Einrichtungen (Kindertagesstätte Mullewapp, Luise..von-Duesberg-Gymnasium, Kleinsportanlage der Gesamtschule und in unmittelbarer Sportstätten und ein Krankenhaus) liegen.

Ebenfalls ist die Berliner Allee ein ausgewiesener Schulweg und eine Fahrradroute, die geschützt werden muss.

Etwas besser, aber trotzdem nicht akzeptable hohes Verkehrsaufkommen gibt es auf dem Ring und den Einfallsstraßen, die gerne als Durchfahrtsstraßen genutzt werden.

 

Kempen IQAir meist nur mittelmäßige Luftqualität.  Mittelmäßig bedeutet, dass empfindliche Personen Außenaktivitäten vermeiden sollen, da sie Atemswegserkrankungen erleben können. Nur wenn die Werte als gut (AQI-Wert) eingestuft werden, ist die „Luftqualität zufriedenstellend“ und stellen dann kein oder wenug Gesundheitsrisiko dar. Erst dann wird die Belüftung des Hauses empfohlen. 

Zu Fuß gehen kann jeder, egal welchen Einkommensgruppe und Alter. Auch Radfahren ist sehr kostengünstig und jeder sich leisten.

Aktiv sich zu bewegen bedeutet auch mehr andere Menschen zu begegnen. Ihnen Guten Morgen zu wünschen und auch mal für ein paar Worte stehen zu bleiben. Dies steigert ebenfalls die Lebensqualität.

Aktive Mobilität braucht weniger versiegelte Flächen. Für eine Fahrradstraße reichen 4m damit diese in Notfällen befahren 

Schilder und Verbote sind nicht HILFREICH. Wir brauchen eine Infrastruktur, die fehlerverzeihend, einfach und einladend ist. Hierzu brauchen wir auch nichts neues erfinden, sondern uns bei unseren direkten Nachbarn bedienen. Diese Maßnahmen sind preiswert, schnell umsetzbar und sehr effektiv. 
Beispiele: Gehwegüberfahrt, Aufpflasterungen, Vorfahrt für den Fuß- und Radverkehr, Sackgassen, Einbahnstraßen, roter Asphalt, Einteilung in Zonen, Trennung von Fuß-, Rad- und Autoverkehr

Vieles davon haben wir schon in Kempen und damit wurden auch gute Erfahrungen in Kempen gemacht. Dies sollte nur konsequent und einheitlich weiter umgesetzt werden.

Ein Auto ist bequem, ist faszinierend in der Technik und ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Dies lässt gerne verdrängen, dass der Mensch und das Klima durch diese Erfindung auch viele Nachteile erfahren. Bewegungsmangel ist eine der Ursachen für viele Krankheiten und Todesfällen. Die Kunst besteht jetzt darin, den Autoverkehr auf ein erträgliches Maß zurückzudrängen und für den Menschen mehr Lebensqualität zu schenken. Die Lebensqualität in der Vorzeigefahrradstadt Houten ist z.B. beeindruckend, ein Wegenetz für aktive Mobilität zusammen mit vielen Grünanlagen, die zusätzlich zum Spiel und Sport animieren. Hier möchte man keinen Weg mit dem Auto zurücklegen, obwohl jedes Ziel auch weiterhin mit dem Auto erreichbar ist. 

Anliefernde LKW sind notwendig, dies ist keine Frage, aber durchfahrende LKWs und ladwirtschaftliche Maschinen brauchen die Menschen in der Stadt nicht. Diese sind für mehr Abgase, Lärm und Angst verantwortlich. Kempen hat einen Außenring, die auch „Mautumgeher“ nutzen können. Sie brauchen nicht den letzten Meter sparen und den Weg durch die Stadt wählen. Landwirtschaftliche Maschinen können zusätzlich auch alle landwirtschaftliche Weg nutzen, so dass der Weg durch die Stadt vermeidbar ist. Deshalb braucht es eine Infrastruktur, die die Durchfahrt unmöglich macht.

Unser Lösungsansatz:

Einteilung in Zonen

Viele Städte haben sich auf den Weg gemacht und teilen die Stadt in Zonen ein. Auch Kempen ist diesen Weg bei allen Wohngebieten gegangen. Wir möchten dieses System übernehmen und auf ganz Kempen übertragen. Dies ist effektiv, schnell und preiswert möglich. 

Ein Vergleich mit Gent zeigt uns, dass die Einteilung in Zonen in Kempen machbar ist. Gent ist größer, also ist dies für eine kleinere Fläche erst recht möglich. Gent ist ebenfalls gewachsen und vergleichbar mit Kempen. Der Kern ist autofrei wie bei uns, ….


Vorfahrt für den Fuß- und Radverkehr

Hier braucht es nur ein Umdenken. Aktive Mobilität ist DIE Mobilität in der Stadt und braucht deshalb Vorfahrt vor dem motorisierten Verkehr. Dies ist noch nicht einmal zum Nachteil des motorisierten Verkehrs. Dies erkennt man z.B. am Penny-Markt, wo es schon jetzt einen Zebrastreifen für Fußgänger gibt. 

Vorfahrt für den Radverkehr - durchgängiges Radverkehrsnetz, Bsp. Bahnradweg

Es braucht nur wenige Maßnahmen, damit ein Gesamtkonzept wie in Gent oder Houten entsteht. Diese sind schnell und preiswert einrichtbar. 

Durchgängiger Bahnradweg bis zum Bahnhof Kempen, sicher für Kinder (ohne Drängelgitter für Radfahrer, ohne Minikreisverkehre!)

Vorfahrt für den Radverkehr - Sicherer Schulweg, Bsp. Oedter Straße mit Modalfilter

Kinder brauchen Sicherheit, damit sie auch alleine radeln oder zu Fuß gehen dürfen. Hier sieht das Radkonzept einen Minikreisverkehr vor, welches für Kinder absolut unakzeptabel ist. Im Ausland werden wichtige Radverbindungen für Kinder besonders gesichert. Modalfilter, Drängelgitter für PKWs, einspurig.

Popup-Radweg mit Begegnungszonen an Kreuzungen

Professor Monheim hat am Ring die Vergrößerung der Fußgängerzone durch Begegnungszonen vorgeschlagen. Dies in Kombination mit einem Popupradweg würde uns optimale Fuß- und Radbedingungen bringen. Dies würde Lebensqualität für alle Bürger und Besucher bedeuten.

Fahrradstraßen - Berliner Allee, sicherer Schulweg

Anbindung des Hagelkreuzes an die Innenstadt, Schulen und Sportstätten

Die Straelener Straße hat zwischen Berliner Allee und Nansenstraße keine Funktion. ABER an der Ecke ist eine Sportstätte der Gesamtschule, durch die heranwachsene Bürger beim Sporttreiben vor Abgasen geschützt werden muss. 
Hier geschehen immer wieder Unfälle, auch tödliche, so das jedem klar sein sollte: Dies ist eine gefährliche Kreuzung.

 

Fahrradstraße, Hauptfussweg zum Kempener Westen

Auf der linken Seite stehen Verkehrsschilder auf dem Weg, gegen die Menschen laufen, auf der anderen Seite wird sogar bei der neuen Gestaltung des Bürgersteigs die Belange der Fußgänger missachtet. Der Heyerdrink ist breit genug für breite Fußwege und einer Fahrradstraße. 

Nur einfach schnell ein Modalfilter oder besser eine Naturlösung, die zusätzlich eine Klimaschutzmaßnahme ist?
Parkplatz und Straße entsiegeln und Bäume, Sträucher, Blumen pflanzen. So könnte mit dem Sportplatz zusammen ein zusammenhängender Park vom LvD bis zum Krankenhaus entstehen. dies wäre Lebensqualität und Klimaschutz.

Kempen ist die Stadt der kurzen Wege, so dass nur Wege für Radfahrer und Fußgänger an der Stelle gebraucht werden. 

Mit guter Planung kann auch der Ring über den Heyerdrink angebunden werden, so dass eine „Grüne Achse“  für den Fußverkehr entstehen könnte. 

 

Die Verbindung zum Kempener Westen muss ungefährlich sein. Jetzt endet der Radweg plötzlich an der Ziegelheider Straße und die Radfahrer müssen ungeschützt die Straße queren.
Ein unhaltbaren Zustand. 

Fußgängerzone bis zum Bahnhof (eine Seite des Bahnhofs für den Fuß- und Radverkehr)

"Premiumradweg" nach St. Hubert

Neu ist an dieser Stelle eine Angstweiche errichtet worden. Dies steht weder im Radkonzept noch gibt es hierfür eine gute Begründung, dies zu errichten. Fahrradfahrer werden an den Rad gedrängt. Von links und rechts werden hier die Radfahrer bedrängt. Angst und Gefahren sind die Folgen. 
Da dies ein Schulweg ist, muss hier auf jeden Fall Vorfahrt für den Radverkehr eingerichtet werden. Unsere Kinder müssen optimal geschützt werden!

St. Hubert muss schöner und sicher werden!

In St. Hubert wird dem Auto zu viel Platz eingeräumt. Für Fußgänger und Radfahrer ist es gefährlich. Hier wird gehupt, bedrängt und eng überholt.

Grüngürtel wird unterbrochen, unattraktive Sitzgelegenheiten auf einem Parkplatz, unterirdisch wertvolles Wasser

Parkplätz werden in der Altstadt nicht mehr gebraucht, da es keine Lebensmittelgeschäfte mehr in der Innenstadt gibt. Unsere Innenstadt ist klein und sollte erweitert werden. Wertvolles Regenwasser darf nicht in Beton unterirdisch gefangen werden, sollte für Klima und Erholung nutzbar werden.